Die Vorlesung behandelt den Zeitraum zwischen 1250 und 1500. Im Mittelpunkt stehen dabei die Etablierung der wittelsbachischen Herrschaft und der Ausbau der Landesherrschaft. Eingehende Berücksichtigung finden auch die Entwicklungen in Gesellschaft, Kirche und Wirtschaft.
Literatur:
M. Spindler (Hg.), Handbuch der Bayerischen Geschichte, Bd. 2, 2. Aufl., 1988; Ders., Die Anfänge des bayerischen Landesfürstentums, 1937; A. Kraus, Geschichte Bayerns, 1988.
(Eine ausführliche
Literaturliste und Materialien werden zu Beginn des Semesters verteilt und sind auch
hier im WWW
abrufbar.)
Das Hauptseminar behandelt die Zeit zwischen 1799 und 1825. In diesem Zeitraum vollzieht sich ein großer Umbruch in der deutschen Geschichte, der zu einer gebiets- und verfassungsmäßigen Neuordnung Deutschlands und zum Abbau der aus dem Mittelalter überkommenen Institutionen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft führte. Es soll untersucht werden, welche Rolle Bayern im Rahmen dieser Entwicklung spielte und welche Veränderungen in Bayern vonstatten gingen, die Bayern am Ende des behandelten Zeitraums zu einem der modernsten Staaten in Deutschland machte.
Beachten Sie zu dieser Veranstaltung auch die aktuelle Ausstellung
Bayern entsteht - Montgelas und sein Ansbacher Mémoire von 1796
.
Literatur: M. Spindler (Hg.), Handbuch der Bayerischen Geschichte, Bd. IV,1, 1974; Ders., Der neue Staat Montgelas' und Ludwigs I., in: Unbekanntes Bayern, Bd. 8, 1964, S. 210-219; K.O. Frhr. von Aretin, Heiliges Römisches Reich 1776-1806, 2 Bde., 1967; E. Weis, Montgelas, 1971.
Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung ist erforderlich. Dabei werden auch die Referatthemen vergeben. Der Anmeldetermin wird Ende Juli durch Aushang und auch hier im WWW (auf der Seite "Aktuelle Mitteilungen aus dem Fach Geschichte" ) bekanntgegeben.
Bearbeiter von Zulassungs- und Magisterarbeiten sowie von Dissertationen erhalten Gelegenheit, ihre Themen vorzustellen und sich ergebende Probleme in einem größeren Kreis zu erörtern.
Anhand von Urkunden, Akten und Amtsbüchern sollen Kenntnisse in deutscher Paläographie und Aktenkunde des 17. und 18. Jahrhunderts vermittelt und eingeübt werden.
Literatur: Die archivalischen Quellen. Eine Einführung in ihre Benutzung, hg. von Friedrich Beck und Eckart Henning, Weimar 1994 (= Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, Bd. 29); Kurt Dülfer, Gebräuchliche Abkürzungen des 16.-20. Jahrhunderts, 6. Aufl. Marburg 1986; Kurt Dülfer, - Hans Enno Korn, Schrifttafeln zur deutschen Paläographie des 16.-20. Jahrhunderts, 2. Aufl. Marburg 1967; Heribert Sturm, Unsere Schrift. Einführung in die Entwicklung ihrer Stilformen, Neustadt/Aisch 1961.
Sonstige Bemerkungen: Um Anmeldung wird gebeten. Gelegenheit dazu ist in PT. 3.1.43. Begrenzte Teilnehmerzahl.
Anhand von Quellentexten wird zunächst die Situation der katholischen Kirche in Bayern zu Beginn des 16. Jahrhunderts untersucht. Sodann werden die Haltung der bayerischen Herzöge gegenüber dem Luthertum und ihre Aktivitäten im Rahmen der Erneuerung der katholischen Kirche und der Gegenreformation dargestellt. Insgesamt soll ein Beitrag zur Klärung der Frage geleistet werden, wie es in Bayern zum System der ausschließlichen Katholizität gekommen ist.
Literatur: M. Spindler (Hg.), Handbuch der Bayerischen Geschichte, Bd. 2, 2. Aufl., 1988; G. Pfeilschifter, Acta reformationis catholicae, 6 Bde., 1959-1974.
Sonstige Bemerkungen: Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat (PT. 3.1.43) erbeten.
In der Übung sollen, ausgehend von der verfassungsrechtlichen und politischen Struktur Bayerns in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, anhand von Quellen, die gemeinsam gelesen und interpretiert werden, die Ursachen und Ereignisse nachgezeichnet werden, die zu den tiefgreifenden Veränderungen des Jahres 1848 führten. Die Übung verfolgt ein allgemeines methodisches und ein spezielles inhaltliches Ziel: Die Teilnehmer der Übung sollen zum einen verschiedene Quellengruppen kennenlernen und anhand von ausgewählten Quellentexten die historisch-kritische Methode der Geschichtswissenschaft einüben, zum anderen sollen sie einen Einblick in einen wichtigen Abschnitt der neueren bayerischen Geschichte gewinnen.
Literatur: Karl-Joseph Hummel, München in der Revolution von 1848/49, Göttingen 1987; Max Seitz, Die Februar- und Märzunruhen in München 1848 (OA 78) 1953, S. 1-104; Gustav Mayer, Der bayerische Reformlandtag 1848 (Diss. München) 1924.
Sonstige Bemerkungen: Um persönliche Anmeldung wird gebeten.
Diese Übung dient der Vorbereitung auf das schriftliche Staatsexamen (Geschichte vertieft/nicht vertieft). Anhand der Themen aus der mittleren Reichsgeschichte und der mittelalterlichen bayerischen Geschichte wird die Erschließung und weitgehende Gliederung von Themen geübt. Die Themenauswahl orientiert sich am Vorbereitungsstand der Teilnehmer, die alle regelmäßig ausgearbeitete Gliederungen erstellen, die dann in den Übungsstunden eingehend besprochen werden.
Anhand ausgewählter Quellenbeispiele sollen Bedeutung und Beziehungen zur Stadt der Regensburger Chorherrenstifte zur Alten Kapelle und zu St. Johann sowie der Deutschherren zu St. Ägidien und der Johanniter zu St. Leonhard vorgestellt werden. Die Exkursionen zu den kunsthistorisch höchst bedeutsamen Denkmälern illustrieren und vertiefen die erarbeiteten Ergebnisse.
Literatur: Karl Hausberger, Geschichte des Bistums Regensburg I/II, 1989.
Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung erbeten.
Der geographisch eindrucksvoll akzentuierte, von soziokulturellen Kräften geformte und politisch-dynastisch zusammengefaßte historische Raum Bayern, der in der mittelalterlichen Reichsgeschichte eine bedeutende politische Potenz in den dualistischen Auseinandersetzungen zwischen Königtum und Stammes-, später Territorialfürsten darstellt, ist Gegenstand dieses Kurses. Er gliedert sich in drei Abschnitte: 1. Stammesherzogtum von der Landnahme bis 1180; 2. Vom Stammesherzogtum zum Territorialstaat der Wittelsbacher 1180-1347; 3. Die wittelsbachischen Teilherzogtümer 1349-1506. Die politische Geschichte wird jeweils ergänzt durch eingehende Behandlung der Verfassungsgeschichte und der Rechts- und Kulturentwicklung. - Handreichungen mit Datenübersicht, Zusammenstellung wichtiger Begriffe und themenbezogene Fragestellungen werden zur Wiederholung ausgegeben.
Literatur: Andreas Kraus, Grundzüge der Geschichte Bayerns, 1984.
Der Aufstieg vom Herzogtum zum Kurfürstentum und schließlich zum Königtum bildet den äußeren Rahmen dieses Grundkurses. Thematisiert werden die Vorgänge um die Entscheidung für oder gegen die Lutherreformation, die Haltung der bayerischen Fürsten zu Reichsständen und Kaiser einerseits, und zum französischen Nachbarn andererseits, die nicht nur während des Dreißigjährigen Krieges, sondern auch während des Spanischen Erbfolgekrieges, während der Napoleonischen Kriege und nochmals 1870/71 gefunden und bezogen werden mußte. Im Innern interessiert die Durchsetzung der Fürstenmacht gegenüber den Landständen, der Ausbau des Absolutismus und die Entstehung des modernen Bayern unter Montgelas - begleitet von den eindrucksvollen kulturellen Leistungen während des gesamten Zeitraums. - Handreichungen mit Datenübersicht, Zusammenstellung wichtiger Begriffe und themenbezogene Fragestellungen werden zur Wiederholung ausgegeben.
Literatur: Andreas Kraus, Grundzüge der Geschichte Bayerns, 1984.